Ein modernes Stück unter der Regie von Marlene Götz – zusammengesetzt aus Einzelszenen, einige davon stammen aus der Feder der Schüler oder wurden nach ihren Ideen und Vorschlägen konzipiert.
Der rote Faden ist das wöchentliche Proben einer Schulspielgruppe – einerseits Schüleralltag in Reinkultur, andererseits aber ernsthaftes Ringen mit dem vielschichtigen Thema "Kultur". Für frischen Wind sorgen die Schüler, die den Begriff eher von der heiteren Seite angehen. Doch was anfangs so oberflächlich ironisch erscheint, entpuppt sich bald als tiefgründige Gesellschaftskritik, vergleichbar etwa mit der Karl Valentins. Das wird spätestens dann deutlich, wenn das Augenmerk gezielt auf die eigene Kultur gelenkt wird und man sich selbstkritisch die Frage stellt: Was haben wir eigentlich an Kultur vorzuweisen?
Die Szenen schwenken immer wieder um auf das integrierte Marionettentheater, werden unterbrochen von Musikeinlagen, und Verfremdungseffekte zerstören dem Zuschauer stets aufs neue das soeben gewonnene Trugbild idealer Kultur.
Regie: Marlene Götz; Mitarbeit: Ruth Geh, Gerlinde Forstner, Sabine Schuster; Bühnenbild: Dieter Lemke